Mittwoch, 28. März 2012

Mokumé Gane Trauringe 750 Gold + Shakudo - Making off 3

Heute nun der letzte Tag der Herstellung von Eheringen mit Mokumé Gane. Ob sie heute fertig werden?
Zur Erinnerung. Hier sind die beiden ersten Tage:

Mokumé Gane Trauringe 750 Gold + Shakudo - Making off 1

Mokumé Gane Trauringe 750 Gold + Shakudo - Making off 2


Als erstes werden die beiden zusammengebogenen Ringe gelötet. Durch die schräge Lötnaht ist das meist etwas Trickreich, ich muß eigentlich eine Pinzette in der linken Hand halten, keine Kamera... So werden Fotos unscharf...


Die gelöteten Ringe werden nach dem Abbeizen ganz rund geschmiedet.


Sieht doch schon gut aus . Das wird bestimmte in kurzer Tag, denkst du?
Nein, leider nicht.  Jetzt kommt das "schöne" und bei kaum einem Goldschmied beliebte Versäubern.


Was so einen simplem Namen hat, besteht aus den vielen - bei jedem Schmuckstück nötigen - Schritten, die Oberflächen von den Bearbeitungsspuren zu befreien und dem Stück den richtigen Glanz zu geben.


Also erst ein glatte Oberfläche feilen, dabei gebe ich den Ringen auch die gewünschte Profilform, diese dann verschmiergeln. Und zwar mit unterschiedlichen Schmirgelpapier, zb von Körnung 240 bis 1200 als Vorbereitung für das Polieren.


Hier sind die Ringe außen fertig und werden noch innen versäubert. Dafür gibt ein feines elektrisches Handstück. Dahinter liegt eine der Schmiergellatten, mit denen ich die Ringe außen versäubere.


Innen werden die Ringe poliert.
Man sagt übrigens neckend zu jedem Lehrling, daß das Versäubern so lange dauert, wie das restliche Herstellen eines Schmuckstücks. *seufz*-  leider ist da ein Körnchen Wahrheit drin.


Außen matteire ich die Ringe mit einem Scotch-Fließ. Fast fertig!
Aber man sieht ja Nichts vom Muster???


Das Shakudo ist ja eigentlich von einer goldigen Kupferfarbe. Nur das es sich beim Tragen in dunkelbraun-schwarz einfärbt. Um diese Farbung schneller zu erreichen, greift ich in meine Hexeküche: etwas Wasser mit einer guten Priese Salz und einem Schuß Amoniak aufkochen lassen und die Küche fluchtartig verlassen!


Ein erster Endruck nachdem die Ring ein paar Minuten in dem Dampf hingen.


Und hier unser Paar beim Starfotografen!


Vielen dank, daß ihr so lange durchgehalten habt!

Kommentare:

  1. Das war nicht schwer so lange durchzuhalten.
    Richtig toller Beitrag, hochinteressant und informativ.
    Und nicht zu wenig beneide ich dich ja um deine Zeit mit Hr. Brepohl....*tief seufzt*

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  2. Hallo!
    Danke!
    Ja, es war eine tolle, inspirierende, aber auch wilde Zeit, meine Ausbildung. Und in Heiligendamm studiert zu haben, ist sowieso sehr viel Wert!
    LG Cynthia

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  3. Mist, ich bin schon verheiratet ;-) aber nächstes Jahr machen wir die 10 voll ... vielleicht kann ich den Gatten ja zu einem Jubiring überreden .... ganz tolle Arbeiten! So etwas habe ich noch nie gesehen aber da wir beide ja nicht so weit voneinander entfernt sind, ergibt sich ja vielleicht einmal die Gelegenheit von live und in Farbe :-) LG Aqually

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    1. Hi!
      klar live und in Farbe! Und es gibt ja auch noch mehr als nur Trauringe - nur im Frühjahr sind es immer so viele!
      LG
      Cynthia

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